22.12.2015 Am 7. Dezember 2015 fand im SFBB im Jagdschloss Glienicke der 2. BeKi-Fachtag für Evaluator(inn)en für die externe Evaluation zum BBP statt.

Der Fachtag konzentrierte sich auf die Projektarbeit mit Kindern in Kitas nach dem Berliner Bildungsprogramm und wurde von Christa Preissing (BeKi) mit einem Impulsvortrag eröffnet. Ausgehend von dem im Berliner Bildungsprogramm dargestellten Lern- und Bildungsverständnis, erläuterte Frau Preissing die vier Qualitätsansprüche zur Planung und Gestaltung von Projekten mit Kindern in den Kitas.

In einem anschließenden „Gallery-Walk“ gingen die rund 40 Evaluatorinnen und Evaluatoren für die externe Evaluation zum BBP verschiedener Anbieter Merkmalen gelingender Projektarbeit in Kitas, Missverständnissen im Projektbegriff und offenen Fragen in der Kita- und Evaluationspraxis nach. Insbesondere die Arbeit mit vorstrukturierten Projekten oder Programmen zu einzelnen Themen in der Kita-Praxis (z.B. Zahlenland, vorgefertigte Projektplanungen aus Verlagen), wurden dabei kontrovers diskutiert. Die Abgrenzung von angeleiteten Aktivitäten zu Projekten im Sinne des Berliner Bildungsprogramms stand dabei im Zentrum der Diskussion.

Nach der Mittagspause stellten Štěpánka Busuleanu (BeKi) und Dorota Niewęgłowska (BeKi) zwei Praxisbeispiele zur Projektarbeit aus zwei Berliner Kitas vor, die sich in diesem Jahr an dem deutsch-polnischen Projekt YALE „Young Children as Active Learners Exploring the/ir World“ beteiligt hatten. Bei diesen Beispielen ging es nicht darum „best-praxis“ Bespiele vorzustellen, sondern zu veranschaulichen, welche Diskussionen, Stolpersteine und Lösungswege in der Kita-Praxis mit der Projektarbeit verbunden sind und welche wertvollen Lern- und Bildungserfahrungen die beteiligten Kinder dabei machen konnten.

Zum Abschluss des Fachtages tauschten sich die Evaluatorinnen und Evaluatoren in drei Arbeitsgruppen darüber aus, woran sie eine gelungene Projektarbeit im Sinne des BBPs in den Kitas erkennen und welche Art von Empfehlungen sie den Kitas als Rückmeldung im Evaluationsbericht mit auf den Weg geben.

Die Dokumentation der Ergebnisse aus den drei Arbeitsgruppen finden Sie [hier].

 

Die Präsentation zur Projektarbeit von Katrin Macha, Sabine Beyersdorff und Christa Preissing steht Ihnen als Download zur Verfügung.