Fragen zur externen Evaluation


Fragen zum Zweiten Fünfjahreszyklus

Fragen zum Zweiten Fünfjahreszyklus der externen Evaluation

o    Unsere Kita wurde schon einmal extern evaluiert. Warum muss sie
       nochmal extern evaluiert werden?

Ja, in der QVTAG 3.3 ist festgelegt, dass jeder Träger einer öffentlich geförderten Kita in einem Rhythmus von 5 Jahren zur externen Evaluation verpflichtet ist. 2016 beginnt der zweite Fünfjahreszyklus, in dem Ihre Kita erneut extern evaluiert wird.


o    Was ist das „Jahr der EE“?

Das für Ihre Kitas angegebene „Jahr der EE“ bestimmt, bis wann die externe Evaluation in der jeweiligen Kita spätestens begonnen haben muss. Eine Verschiebung auf ein späteres Jahr ist nur in nachvollziehbaren Ausnahmefällen möglich und muss schriftlich bei BeKi beantragt werden. Ein früherer Beginn ist möglich.


o    Wie koordiniert BeKi das „Jahr der EE“ für alle Berliner Kitas?

Die Erfassung der Träger, ihrer Kitas und der Evaluationsjahre erfolgt in einer Datenbank.
Veränderungen/Aktualisierungen werden in diese Datenbank manuell eingepflegt.
Es ist daher wichtig, dass wir von Ihnen alle relevanten Veränderungen, die den Evaluationsprozess betreffen, möglichst schriftlich mitgeteilt bekommen. Dazu zählt auch, wie wir Sie erreichen können: E-Mailadresse, Postanschrift, Telefonnummer, Trägerwechsel oder Änderung des Kita-Namens.
Verschiebungen der abgestimmten EE-Jahre sind grundsätzlich nur in nachvollziehbaren Ausnahmefällen möglich und bedürfen der Schriftform (E-Mail oder Brief).


o    Warum ist eine unserer Kitas nicht im Informationsblatt zum Jahr
       der externen Evaluation aufgeführt?

Wenn die fehlende Kita nach Juni 2014 eröffnet wurde, ist sie noch nicht in unser System aufgenommen. Neu gegründete Kitas werden in das laufende System eingegliedert. Sie erhalten im Frühling 2015 von uns ein Planungsanschreiben für diese Kita.
Sollte eine schon länger bestehende Kita nicht aufgeführt sein, setzen Sie sich bitte per E Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) mit uns in Verbindung. (siehe auch: „Wie koordiniert BeKi das „Jahr der EE“ für alle Berliner Kitas?“)


o    Warum beträgt der Abstand zwischen der ersten und der zweiten
       externen Evaluation in einer unserer Kitas weniger als 5 Jahre?

Ausschlaggebend für das „Jahr der EE“ im Zweiten Fünfjahreszyklus ist das ursprünglich mit BeKi abgestimmte Jahr. Wenn die Kita später als geplant evaluiert wurde (sog. „säumige“), hat das keine aufschiebende Wirkung für die Durchführung der zweiten externen Evaluation.
Davon ausgenommen sind Träger, bei denen eine schriftlich beantragte Verschiebung vom BeKi bewilligt wurde.


o    Warum stimmt das im Informationsblatt angegebene „Jahr der EE“
       für eine unserer Kitas nicht mit dem zwischen 2012 und 2014
       abgestimmten Kita-Jahr überein?

Ab dem Zweiten Fünfjahreszyklus wird die Planung und Steuerung der externen Evaluation von Kita-Jahren auf Kalenderjahre umgestellt. Das neu angegebene „EE-Jahr“ wurde daran angepasst. Spätestens in dem angegebenen Kalenderjahr muss die externe Evaluation in der jeweiligen Kita beginnen. Ein früherer Beginn ist möglich.


o    Was ist eine Re-Zertifizierung?

Einige Anbieter externer Evaluationen bieten zusätzlich zur externen Evaluation sogenannte Zertifizierungen an. Zusätzliche Zertifizierungen sind für die Träger freiwillige Sonderleistungen, die über die laut QVTAG verbindliche externe Evaluation hinausgehen.
Eine erneute Zertifizierung wird Re-Zertifizierung genannt.

Warum kosten die externen Evaluationen bei den verschiedenen Anbietern unterschiedlich viel?

Die Preise der externen Evaluationen sind unter dem Stichwort Externe Evaluation/Anerkannte Anbieter für jeden Anbieter aufgeführt. Die Preise richten sich nach dem jeweiligen Aufwand des Anbieters.
Die Erhebungen und Auswertungen dauern bei den verschiedenen Verfahren unterschiedlich lange. Auch das ist unter dem Stichwort Externe Evaluation/Anerkannte Anbieter aufgeführt.

Gibt es einen Anbieter, der besonders für Kitas mit besonderem Profil geeignet ist? (z.B. Waldkita, Waldorfkita, bilinguale Kita...)

Grundsätzlich evaluieren alle Anbieter Kitas mit besonderen Profilen.
Rufen Sie ggf. mehrere Anbieter an und fragen Sie direkt nach Evaluatoren, die sich mit Ihrem besonderen Profil auskennen.

Gibt es einen Anbieter, der besonders für kleine Kitas geeignet ist?

Alle anerkannten Anbieter evaluieren sowohl kleine als auch große Kitas.
Rufen Sie ggf. mehrere Anbieter an und fragen Sie danach, inwieweit die Angebote mit Ihren Erwartungen für Ihre kleine Kita übereinstimmen.

Wer trägt die Kosten für die externe Evaluation?

Die Kosten für die externe Evaluation trägt der Träger der Kindertagesstätte. Zur Finanzierung aller Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung (interne und externe Evaluation, Fachberatung und Fort- und Weiterbildung) erhalten die Träger auf Basis der Anzahl der Kinder in einer Kita einen finanziellen Beitrag, der sich aus dem „Kostenblatt Kita" ergibt.


Im Zusammenhang mit der internen und externen Evaluation zum BBP wurde der Beitrag zum 1.4.2010 um 10,-€ pro Kind im Jahr angehoben.

Wer begleitet und sichert den Prozess der Implementierung der externen Evaluation in den Berliner Kitas?

Das BeKi hat die Aufgabe die externen Evaluationen zeitlich zu koordinieren und zu sichern. Hierzu führt das BeKi regelmäßige Koordinierungsgespräche mit den QVTAG-Partnern und den Anbietern externer Evaluationen.

 

Wer darf eine EE zum BBP in einer Berliner Kita durchführen?

Externe Evaluationen nach QVTAG 3.3 dürfen nur durch von der zuständigen Senatsverwaltung anerkannten Anbietern für externe Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm durchgeführt werden. Die Prüfung der Anerkennung erfolgt auf Basis der „Eckpunkte zur Externen Evaluation der Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm". Das Papier wurde zwischen den Vereinbarungspartnern der QVTAG einvernehmlich abgestimmt. Es beinhaltet unter anderem Grundsätze zu Absichten und Zielen der externen Evaluation, zu den Inhalten und Verfahren und beschreibt Anforderungen an die Durchführung der externen Evaluation.

Die externe Evaluation orientiert sich an den Qualitätskriterien des Berliner Bildungsprogramms und beschreibt, inwieweit die evaluierte Kita sich an die Ziele annähert.

Jeder durch die Senatsverwaltung anerkannte Anbieter für externe Evaluation zum BBP arbeitet mit einem eigenen Verfahren und Materialien. Anerkannte Anbieter sind:

  • AWO - Arbeiterwohlfahrt in Berlin
  • AWO - Gesellschaft für Evaluation mbH
  • Confidentia - Gesellschaft zur Förderung der institutionellen Eigenverantwortung
  • Consense - Management Service GmbH
  • ektimo - Gesellschaft für Evaluation in Kindertageseinrichtungen GbR
  • KiQu - Qualität für Kinder - EuroNorm MBT GmbH
  • Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e.V.
  • PädQUIS gGbmH - Pädagogische Qualitäts-Informations-Systeme
  • Quecc - Quality for Education and Child Care GbR

Wer hat die QVTAG und das Eckpunktepapier zur externen Evaluation erarbeitet?

Die QVTAG und das Eckpunktepapier wurde von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe QVTAG erarbeitet, zu denen neben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (SenBJW), die der LIGA angehörenden Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin sowie der Dachverband der Kinder- und Schülerläden e.V. (DaKS) und die städtischen Eigenbetriebe gehören.

 

Warum interne und externe Evaluation?

Evaluation ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Grundlage für die Qualitätsentwicklung sind die Qualitätsansprüche aus dem Berliner Bildungsprogramm.

Die interne Evaluation ermöglicht den Teams eine Vergewisserung über die bereits erreichte Qualität ihrer Arbeit und die selbstkritische Analyse von Entwicklungsnotwendigkeiten. Sie mündet in die Vereinbarung konkreter Schritte für die Weiterentwicklung der Qualität. Dabei wird immer auch die Frage gestellt, welche weiteren Entwicklungen mit den konkreten Rahmenbedingungen geleistet werden können.

Die externe Evaluation erweitert und ergänzt die Innensicht der internen Evaluation um eine neutrale Expertensicht von außen. Sie unterstützt die Teams durch konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung ihrer Arbeit auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms.

Für interne und externe Evaluation gelten folgende Schritte:

  • Wertschätzen der erreichten Qualität
  • Aufzeigen der Entwicklungsnotwendigkeiten
  • Einschätzen realistischer Entwicklungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat Materialien für die interne Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm herausgegeben, die an alle Kitas in Berlin verteilt wurden. Kitas können jedoch auch andere Verfahren und Materialien für die interne Evaluation nutzen.

Laut QVTAG sollen alle Kitas in Berlin seit 2008 ein internes Evaluationsverfahren zum BBP eingeführt haben und kontinuierlich anwenden.

 

An wen können sich (neue) Träger und Kitas in Bezug auf die externe Evaluation wenden?

Ansprechpartner für alle Fragen zur externen Evaluation sind alle anerkannten Anbieter für externe Evaluation, die Kita-Verbände, das BeKi und die Kita-Aufsicht.

Einmal im Jahr (jeweils im März) werden alle Träger von neuen Kindertagesstätten (auch bei Trägerwechsel) vom BeKi zur Vorbereitung und Planung der externen Evaluation angeschrieben. Weitere Informationen für neue Träger finden Sie (hier)

 

Welche Aufgaben hat das BeKi bei den externen Evaluationen?

Das BeKi koordiniert und steuert den Gesamtprozess der externen Evaluation und führt begleitend wissenschaftliche Untersuchungen zu den Praxiserfahrungen mit der externen Evaluation durch. Zudem organisiert das BeKi zwei Mal im Jahr ein Anbietertreffen mit den anerkannten Anbietern für externe Evaluationen zum BBP, das für einen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Qualitätsvereinbarung Kindertagesstätten und speziell mit der externen Evaluation genutzt wird.

 

Im Verfahren der Anerkennung von Anbietern zur externen Evaluation zum BBP prüft das BeKi im Auftrag der Senatsverwaltung in wie weit das Verfahren und die Methoden der antragstellenden Organisation bzw. Institution die Anforderungen des Eckpunktepapiers zur EE erfüllen.

Kann der Termin für die externe Evaluation verschoben werden?

Der Termin für die externe Evaluation zum BBP kann nur aus triftigem Grund verschoben werden. Die Gründe müssen dem BeKi schriftlich (per E-Mail oder Brief) mitgeteilt werden.


Das BeKi prüft, ob die Gründe eine Verschiebung des EE-Termins rechtfertigen.

Welche Folgen hat es für einen Träger, wenn er seiner Verpflichtung nicht nachkommt?

Jeder Träger einer öffentlich geförderten Kindertagesstätte ist in einem Rhythmus von fünf Jahren zur externen Evaluation verpflichtet. Kommt ein Träger dieser Verpflichtung nicht nach verstößt er nach § 23 KitaFöG gegen die Leistungsvereinbarung und die QVTAG und muss damit rechnen, dass ihm die Finanzierung durch das Land Berlin entzogen wird.

Qualitätsentwicklung in Berlin – rechtliche Grundlage

Mit den in der „Qualitätsvereinbarung Kindertagesstätten" (QVTAG) festgelegten Zielen und Maßnahmen wurde konkretisiert, welche Anforderungen Träger von Kindertagesstätten im Land Berlin gewährleisten müssen. Zu diesen Maßnahmen gehört u.a. die Durchführung interner und externer Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm (BBP) sowie die Erarbeitung einer pädagogischen Konzeption, die sich an den „Vorgaben des Berliner Bildungsprogramms orientiert".
Ausgangspunkt für die „Qualitätsvereinbarung Kindertagesstätten" (QVTAG) ist das Berliner „Kindertagesförderungsgesetz" (KitaFöG) in seiner Fassung vom 23. Juni 2005. Es sieht vor, dass zwischen der zuständigen Senatsverwaltung, den Träger-Verbänden und den Berliner Eigenbetrieben eine verbindliche Vereinbarungen über die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung zur Umsetzung eines landeseinheitlichen Bildungsprogramms zu verhandeln und abzuschließen ist.
(vgl.§ 13 „Qualitätsentwicklungsvereinbarung")
„Diesem Zweck dienen auch Vereinbarungen über die Durchführung von Evaluationen im Sinne einer prozessorientierten Unterstützung der Träger. In die Vereinbarungen soll die Verpflichtung der Träger aufgenommen werden, entsprechend der Qualitätsentwicklungsvereinbarung die Ergebnisberichte zu Evaluationsverfahren und andere erforderliche Informationen über die Qualitätsentwicklung an die Jugendämter und an die für Jugend und Familie zuständige Senatsverwaltung wie auch an die mit der Begleitung der Qualitätsentwicklung beauftragten Dritten weiterzuleiten. Daten von Kindern sind zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren." (KitaFöG § 13)

 

Wie erfährt das BeKi vom Beginn bzw. Abschluss einer externen Evaluation?

Die Anbieter teilen dem BeKi halbjährlich (jeweils zum 15. Juli, bzw. zum 15. Januar eines Jahres) mit, welche Einrichtungen die externe Evaluation abgeschlossen bzw. begonnen haben.
Diese Anbieterabfrage erfolgt durch das BeKi im Rahmen der Steuerung des Gesamtprozesses der externen Evaluation, die im „Eckpunktepapier zur externen Evaluation der Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm“ niedergelegt ist, in dem die Vereinbarungspartner der QVTAG die Anforderungen an die externe Evaluation einvernehmlich festgelegt haben.