Kindergerecht

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Angebot für externe Evaluationen zum aktualisierten Berliner Bildungsprogramm für Kinder in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt (BBP) - gemäß den Anforderungen der QVTAG (Qualitätsvereinbarung Tageseinrichtungen) in der jeweils gültigen Fassung

Stand des Angebots: Juni 2021

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1. Allgemeine Angaben zum Anbieter der externen Evaluationen

kindergerecht – Annett Hildemann & Julia Gehrmann GbR
www.kindergerecht.org

 

Verantwortliche Ansprechpartnerin für externe Evaluationen zum BBP:

Dipl.-Päd. Julia Gehrmann
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Anschrift und Kontaktdaten:

kindergerecht GbR
Triftstr. 78
16341 Panketal
Telefon 030-41935319
Webseite www.kindergerecht.org
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

2. Angaben zum Evaluationsverfahren

Bezeichnung des Verfahrens:
kindergerecht – Evaluation und Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen

  • Arbeitsfeldspezifisch für Tageseinrichtungen für Kinder ja x nein
  • Verknüpfung mit bestimmten Zertifizierungsrichtlinien: ja   nein x
    z.B.: DIN EN ISO, EFQM, Gütesiegel
  • Trägerunabhängig ja x nein

Unser Verfahren ist träger- sowie konzeptunabhängig. Bei Vorliegen eines besonderen Profils werden zusätzliche spezifische Qualitätskriterien erhoben, wie beispielsweise bei einem bilingualen Konzept oder bei elterninitiativ geführten Kindertageseinrichtungen.

 

3. Kurze Erläuterung des Evaluationsverständnisses

Wir sehen die externe Evaluation als wichtigen Bestandteil des Qualitätsentwicklungsprozesses in Kindertageseinrichtungen. Als Ergänzung zur internen Evaluation ermöglicht die externe Evaluation, die eigene Kindertageseinrichtung aus einer weiteren Perspektive zu betrachten - durch den Blick von außen. Dadurch können unbewusste Strukturen erkannt und aufgebrochen sowie selbstverständliche Herangehensweisen neu hinterfragt werden.

Die Evaluator:innen agieren dabei "auf Augenhöhe" mit den pädagogischen Fachkräften, wertschätzen bereits erreichte Qualität, zeigen Entwicklungspotentiale und geben konkrete Anregungen zur Weiterentwicklung, die passgenau auf die Kindertageseinrichtung zugeschnitten sind. Stärken und Ressourcen sollen bewusst gemacht werden, um den Qualitätsentwicklungsprozess zu beleben und die Qualität im weiteren Verlauf auch zu halten. Die Fachkräfte werden dazu angeregt, den Qualitätsentwicklungsprozess aktiv mitzugestalten und eigenverantwortlich tätig zu werden.

In unserem Verfahren hat die Beobachtung des pädagogischen Alltags einen besonderen Stellenwert. Es finden 2 bis 4-stündige Beobachtungen in jeder Gruppe der Kindertageseinrichtung statt. So können besonders praxisnahe Anregungen zu Themen wie beispielsweise alltagsintegrierter Sprachgebrauch, Interaktionen, Spielanregungen und Alltagsgestaltung/Tagesablauf gegeben werden.

Zusätzlich zu den Beobachtungen finden Gespräche mit den pädagogischen Fachkräften, der Leitung und dem Träger statt. Die Eltern haben die Möglichkeit, über eine schriftliche Befragung an der externen Evaluation teilzunehmen und ihre Perspektive zu schildern.

Die unterschiedlichen Perspektiven von Träger, Leitung, Fachkräften und Eltern werden zusammengeführt und Stärken, Schwierigkeiten sowie konkrete Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert und rückgemeldet.

Wo möglich und fachlich sinnvoll, erheben wir auch gerne die Kinderperspektive, indem wir mit Kindern der Kindertageseinrichtung einen begleiteten Rundgang durch die Räume machen.

 

4. Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der Evaluation

Unser Evaluationsverfahren ist ein mehrperspektivisches, leitfadengestütztes Verfahren, welches sich an den Qualitätsansprüchen des Berliner Bildungsprogramms sowie weiteren fachlichen Standards orientiert. Neben den Aufgabenbereichen des BBP und der Umsetzung der Bildungsbereiche bilden unsere Erhebungen zu den Themen Partizipation, Beschwerde-management, Familien mit Migrationsgeschichte oder -erfahrung und Kinderschutz einen besonderen Schwerpunkt.
Das Verfahren ist unterteilt in 4 Bereiche:

berblick inhaltliche Schwerpunkte der Evaluation

  1. Pädagogische Kernprozesse, wie bspw. Alltagsgestaltung, Beobachtung und Dokumentation kindlicher Bildungsprozesse, Raumgestaltung, Inklusion, Übergänge, Projektarbeit, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
  2. Bildungsbereiche
  3. Besondere Aufgabenbereiche, wie bspw. Partizipation, Beschwerdemanagement, Familien mit Migrationsgeschichte oder -erfahrung, Kinderschutz, kindliche Sexualität
  4. Strukturelle Aufgaben, wie bspw. Zusammenarbeit im Team, Aufgaben der Leitung/des Trägers, Konzeption

 

5. Erhebungsmethoden

Instrumente X, wenn dieses
Instrument
eingesetzt wird

Dokumentenanalyse
X
Beobachtung der Erzieher-Kind-Interaktionen X
Beobachtung der Kind-Kind-Interaktionen X
Beobachtung der Erzieher-Erzieher-Interaktionen X
Beobachtung der Erzieher-Eltern-Interaktionen X
Einschätzung der Raumqualität X
Einschätzung der Materialauswahl und -präsentation X
Mündliche Befragung mit pädagogischen Fachkräften X
Fragebogenerhebung bei pädagogischen Fachkräften -
Mündliche Befragung der Kita-Leitung X
Fragebogenerhebung der Leitungsperspektive -
Mündliche Befragung mit einem Trägervertreter X
Fragebogenerhebung beim Träger -
Mündliche Befragung von Eltern -
Fragebogenerhebung bei Eltern X

 

 

6. Beispielhafte Ablaufplan der externen Evaluation

 Vorbereitungsphase
  • telefonischer Erstkontakt (Informationen zum Verfahren, Auftragsklärung, Terminfindung, Ablaufplanung)
  • Zusendung der Unterlagen und Fragebögen (je nach Wunsch postalisch oder digital)
  • Dokumentenanalyse durch den/die Evaluator*in (Konzeption, Homepage etc.)
 Durchführungsphase
  • Beobachtung in der Gruppe/in den Gruppen (je Gruppe 2-4 Stunden bei höchstens 2 Gruppen pro Evaluator:in pro Tag; in großen Einrichtungen entscheiden die Kitas selbst, ob sie mehrere Evaluator:innen an einem Tag oder eine(n) Evaluator:in an mehreren Tagen möchten)
  • Dokumentenanalyse durch den/die Evaluator:in (z.B. Sprachlerntagebücher, Beobachtungsbögen, Förderpläne, Planungsunterlagen, Dokumentationen)
  • Interview mit den pädagogischen Fachkräften der evaluierten Gruppe(n) (ca. 2 - 3 Stunden pro Beobachtungstag)
  • Interview mit der Leitung (ca. 1 h)
  • Interview mit einem Trägervertreter (ca. 30 min), einmalig
 Auswertungsphase
  • Auswertungsgespräch mit pädagogischen Fachkräften, Leitung, Träger und ggf. Elternvertretern in der Kindertageseinrichtung oder, wenn gewünscht, per Videokonferenz (je nach Größe der Einrichtung ca. 1,5-3 h)
  • Übergabe des ausführlichen Berichtes
  • Übergabe des Kurzberichtes für die Eltern (wenn gewünscht)

 

7. Welcher Zeitaufwand entsteht in der Kita bzw. beim Träger?

  Vorbereitung Durchführung Rückmeldung
Päd. Fachkräfte  15 - 30 Minuten Interview im Anschluss an die Beobachtung in den Gruppen (2-3 h) Auswertungsgespräch (1,5-3 h) – wenn gewünscht mit Elternvertretern
Leitung

• Telefonat (Informationen, Absprachen, Terminvereinbarung etc.) – ca. 30 min

• Kitabogen ausfüllen (ca. 15 min)

Interview (1 h)
Eltern  Elternfragebogen ausfüllen (15 min)  
Träger    Interview (30 min)

 

8. Qualifikation der eingesetzten Evaluator:innen

kindergerecht setzt ausschließlich Evaluatoren ein, die folgende Qualifikationen besitzen:

  • pädagogische Ausbildung bzw. Studium
  • umfassende Erfahrungen in der Arbeit in Kindertageseinrichtungen
  • umfassende Erfahrungen in der Arbeit mit dem Berliner Bildungsprogramm (z.B. Erzieher:innen/Leiter:innen, Multiplikator:innen für die Begleitung der internen Evaluation zum BBP, erfahrene Evaluator:innen, Fachberater:innen)
  • Absolvierung eines mehrtägigen Trainings zum Verfahren von kindergerecht

 

9. Kosten der externen Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm, alle Preise zzgl. 19% USt.

Anzahl der Gruppen
in der Einrichtung
Beobachtungstage
in der Einrichtung
Kosten
1-2 1 1290,- €
3-4 2 2090 ,- €
5-6 3 2890,- €
7-8 4 3690,- €
9-10 5 4490,- €
11-12 6 5290,- €
13-14 7 6090,- €